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Bedeutung der Darmflora

 

Die Darmflora – Schlüssel für eine gesunde Verdauung

Der Darm, das größte Organ des Menschen, ist die wichtigste Station bei der Verdauung von Nahrung: Nachdem der Magen unser Essen zu einem leicht verdaulichen Speisebrei verarbeitet hat, gewinnt der Dünndarm daraus Energie und versorgt den Blutkreislauf mit Nährstoffen. Anschließend werden den Nahrungsresten im Dickdarm verfügbares Wasser und Elektrolyte entzogen.

Eine wichtige Schlüsselrolle bei der Verdauung spielt unsere Darmflora, auf der sich viele Billionen Bakterien tummeln. So können wir nur mit Hilfe der Darmflora unsere Nahrung optimal verwerten, da die Darmbakterien unverdauliche Inhaltsstoffe unserer Nahrung spalten und unserem Körper lebenswichtige Nährstoffe zugänglich machen. Eine wesentliche Aufgabe der Darmbakterien ist es dabei, sogenannte kurzkettige Fettsäuren bereitzustellen. Zugleich sind gesundheitsfördernde Darmbakterien wahre „Vitaminwunder“, denn sie produzieren zum Beispiel die Vitamine K und B12 und verbessern die Aufnahme von Mineralstoffen aus dem Darm. Nützliche Darmbakterien fördern darüber hinaus auch die Durchblutung der Darmschleimhaut sowie die Darmmobilität und können so einer Verstopfung vorbeugen.

Die Darmflora und ihre Bedeutung für das Immunsystem

Insbesondere über unsere Nahrung nehmen wir täglich verschiedene Organismen aus unserer Umgebung auf, wie Bakterien, Viren und Pilze. Die meisten dieser Stoffe sind jedoch harmlos und geben keinen Grund zur Beunruhigung. Manche hingegen können bei der Ansiedelung und Vermehrung im Körper Krankheiten wie Durchfall verursachen. Deshalb bündelt der Körper seine Abwehrkräfte dort, wo er Tag zu Tag einer erhöhten Belastung mit Krankheitskeimen ausgesetzt ist – im Magen-Darm-Trakt. Rund 80 Prozent aller Zellen unseres Immunsystems sind hier angesiedelt! Eine besondere Rolle spielt dabei die Darmflora – sie fungiert als eine Art „Trainingspartner“ für die Abwehrzellen und bereitet das Immunsystem auf den Ernstfall vor. Für ein funktionierendes Immunsystem ist eine gesunde Darmflora also unbedingt erforderlich.

Eine weitere Schutzfunktion üben die Bakterien der Darmflora direkt aus: Wie ein lebender Schutzwall besiedeln sie die Oberfläche der Darmschleimhaut. Sie dämmen die Ansiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern ein, indem sie ihnen Lebensraum und Nährstoffe streitig machen. Zudem produzieren sie Milchsäure und andere nützliche Stoffe, die wie Antibiotika wirken. Durch die Milchsäure entsteht im Darm ein saures Milieu, welches das Wachstum schädlicher Bakterien verhindert. Schließlich versorgen die Stoffwechselprodukte der kleinen Helfer die Schleimhautzellen mit Nährstoffen und stabilisieren damit die Barrierefunktion des Darms gegen Krankheitserreger.

Ist die Darmflora gestört, bekommen die Zellen der Darmschleimhaut zu wenig Energie und sind unterversorgt. Sie können Krankheitserreger nicht mehr so gut abwehren – mögliche Folgen: Verdauungsstörungen oder Entzündungen des Darms.

Mehr hierzu erfahren Sie im Abschnitt zu den Ursachen einer gestörten Darmflora.